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Bausozialpartner erarbeiten 5 Pakete

20.05.2020
Auf Bausozialpartner-Ebene wurden fünf kurz-, mittel- und langfristige Pakete für die Ankurbelung der Konjunktur erarbeitet, um Arbeitslosigkeit in Österreich aktiv zu bekämpfen.
Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie war die Baubranche eine der großen Stützen am Arbeitsmarkt: 2019 waren 7,1% der unselbständig Beschäftigten im Baugewerbe tätig. Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse beträgt 2019 im Jahresdurchschnitt 271.330.
„BAUaktiv“ besteht aus fünf Paketen mit Maßnahmen, um die Sozial- und Wirtschaftskrise nach dieser Gesundheitskrise rechtzeitig zu bekämpfen. Die fertigen Pakete liegen nun auf dem Tisch und es geht darum, mit der Umsetzung zu beginnen. Schon bei der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 ist es der damaligen Bundesregierung gelungen, mit dem „Konjunkturmotor BAU“ einen erfolgreichen Weg aus der Krise zu beschreiten. Die fünf Pakete im Überblick:

Vergabepraktiken für Öffentliche:
• „BAUaktiv BAUT auf A!“
• Schwellenwerteverordnung im Bundesvergabegesetz erhöhen
Muchitsch (Gewerkschaft Bau-Holz): „Erst wenn der Euro auf unseren Baustellen ankommt, wird damit die Arbeitslosigkeit bekämpft. Davon profitiert die gesamte Wirtschaft in Österreich!“

Investitionspaket für Private:
• Sanierungsscheck
• Handwerkerbonus
• Steuerliche Anreize für Investitionen zur Schaffung und Sanierung von Gebäuden
• Geringe Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen bei Handwerkerstunden
Irene Wedl-Kogler (Bauhilfsgewerbe): „Bauen und Sanieren nur mit Rechnung, bei weniger Mehrwertsteuer und zusätzlichem Bonus für private Investoren!“

Förderpakete durch 9 Länder, für 199 Städte und 1.902 Gemeinden:
• Investitionen in kommunale Infrastruktur
• Best-Practice-Beispiele aus den Bundesländern auf Bundesebene umsetzen
Hans-Peter Haselsteiner (Bauindustrie): „Die österreichische Bauwirtschaft war in der Vergangenheit und soll auch in Zukunft der Wirtschaftsfaktor und Konjunkturmotor in Österreich bleiben!“
 
Infrastrukturpakete der öffentlichen Hand:
• Kurzfristige Maßnahmen im Bereich der Sanierung
• Kurzfristige Maßnahmen für umweltschonende Infrastruktur im Verkehr
• nähere Infos: www.umwelt-bauen.at/marshall-plan
Hans-Werner Frömmel (Baugewerbe): „Zukunftsinvestitionen in klimafitten Wohnbau sind nachhaltig und dringend notwendig, um eine drohende Sozial- und Klimakrise abzuwenden. Gemeinden, Länder und Wohnbauträger sind dafür die wichtigen Partner!“

Winterarbeitslosigkeit durch Gesetzesänderungen reduzieren:
• BUAG-Novelle
• KV-Jahresarbeitszeit
Dort, wo das Arbeiten im Winter zumutbar ist, brauchen wir auch brancheninterne Förder- und Anreizmodelle für die Firmen und deren Arbeiter. Der Bau ist bereit, Beiträge zur Bekämpfung der Winterarbeitslosigkeit zu leisten, ohne vom Staat einen Cent zu verlangen.
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