Projekte + Planung

Sozialpartner für Lobau-Tunnel

27.03.2017
Die Wirtschaftskammer Wien und die Arbeiterkammer Wien haben im Rahmen einer gemeinsam organisierten Pressekonferenz ein Zeichen für den Bau des Lobau-Tunnels gesetzt. Der Tunnel gilt als Lückenschluss des Nord-Süd-Verkehrs in Wien und könnte den Knoten Kaisermühlen und die Praterbrücke erheblich entlasten. Auch die Asfinag betont, dass das Projekt große Verkehrsprobleme im Raum Wien löst und absolut umweltverträglich ist. Zustimmung gibt es ebenfalls von Seiten des ÖAMTC. 2018 soll der Bau beginnen.
„Jeden Tag steigt die Notwendigkeit einer Nord-Ost-Umfahrung von Wien mit einer Tunnellösung – nur durch eine weitere Donauquerung wird es zur Entlastung der innerstädtischen Straßen kommen“, erläutert Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.
Ohne den „Lückenschluss“ der Umfahrung der Bundeshauptstadt werden die Verkehrsprobleme in Wien und im Marchfeld in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen – mit negativen Konsequenzen für die Lebensqualität von Anrainerinnen und Anrainern und die Verkehrsteilnehmer. „Die neue S1 wird täglich zehntausende Fahrzeuge aus dem überlasteten Straßennetz abziehen und den Verkehr auf einer Schnellstraße fernab von Wohngebieten bündeln“, so Walcher. Ein Beispiel anhand der Breitenleer Straße: Im Jahr 2025 statt 23.000 Fahrzeuge ohne S 1 nur mehr rund 16.000 Fahrzeuge pro Tag – das bedeutet eine Reduktion von 30%. Auch der starke Lkw-Verkehr wird aus den Ortsdurchfahrten verdrängt.

Entlastung für zahlreiche Gemeinden
Seit 27. März 2015 ist die Umweltverträglichkeitsprüfung positiv abgeschlossen. Nach einem Einspruch liegt das Projekt derzeit beim Bundesverwaltungs-Gerichtshof. Mit einer Entscheidung Ende 2017 kann gerechnet werden. Walcher abschließend: „Die Vorteile des Projektes sprechen für sich. Wir gehen davon aus, 2018 mit dem Bau zu beginnen und 2025 wird die neue Strecke für den Verkehr freigegeben.“
Besonders profitieren die Marchfeld-Gemeinden Raasdorf, Deutsch-Wagram, Strasshof und Gänserndorf, sowie die Wiener Donaustadt. Mit der neuen S 1 werden auch die geplante S 8 Marchfeld Schnellstraße und der künftige Wiener Stadtteil Seestadt in Aspern an das Autobahnnetz angebunden. So entsteht ein wirkungsvolles Verkehrssystem für die Ostregion.

www.asfinag.at
www.oeamtc.at

 
Ihr Browser ist veraltet. Bitte laden Sie eine neuere Version herunter!