Projekte + Planung

Verkehrsfreigabe der Terfener Innbrücke im Rekordtempo

09.11.2020
Gute Nachrichten für alle Autofahrerinnen und Autofahrer im Tiroler Unterland: Die Asfinag beendete die Hauptarbeiten zur Neuerrichtung der Terfener Innbrücke. Ab 9. November gibt es somit keine Verkehrsbehinderungen mehr. Noch im Juli war die Asfinag von einer Fertigstellung im Frühjahr 2021 ausgegangen. In Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma ist es gelungen, sämtliche Arbeiten zur behinderungsfreien Fahrt auf der Brücke in Rekordzeit abzuschließen.
„Über sechs Monate weniger Bauzeit bis zur Verkehrsfreigabe – das ist schon eine überragende Leistung aller Beteiligten. In erster Linie profitieren natürlich die Verkehrsteilnehmenden davon. Nicht nur vom früheren Abschluss der Arbeiten auf den Brücken, sondern vor allem von einer modernen, neuen Innbrücke bei Terfens“, so Asfinag-Bau-Geschäftsführer Andreas Fromm und Asfinag-Alpenstraßen-Geschäftsführer Stefan Siegele.
 
Die Asfinag investierte 41 Mio. Euro in den Neubau der Brücke. Seit November 2017 liefen die Arbeiten für die neue Terfener Innbrücke – und es war eine Baustelle der Superlative. Durch den Einsatz einer Behelfsbrücke schaffte es die Asfinag, zwei Fahrstreifen je Verkehrsrichtung aufrecht zu erhalten. Diese Vorgehensweise verhinderte somit Sperren einer Richtungsfahrbahn der Inntalautobahn. Die Pfeiler der neuen Brücken wurden in den Niederwasserperioden des Inns auf den dafür eigens aufgeschütteten Halbinseln errichtet.



Die frühere Fertigstellung ist erfreulich, vor allem vor dem Hintergrund von Terminverzögerungen, verursacht durch Auswirkungen von Maßnahmen in Folge der Covid-Pandemie. Die Baustelle wurde am 16. März entsprechend der gesundheitlichen Vorgaben heruntergefahren. Die Arbeiten am Flusspfeiler konnten lediglich in der Niederwasserperiode des Inns, also bis 30. April, erfolgen. Die Verzögerung hätte unter Umständen zu einem Stopp der Baustelle bis November 2020 geführt. Glücklicherweise konnte die Baustelle am 30. März unter Einhaltung strengster gesundheitstechnischer Sicherheitsvorkehrungen teilweise wieder hochgefahren werden. Zum Hochwasserschutz wurden umfangreiche Zusatzmaßnahmen am Pfeiler und an den Gerüsten des Freivorbaus getroffen. Zusätzlich wurde ein Monitoring zur Beobachtung der Inn-Hochwässer installiert.
In den vergangenen Wochen wurden die Fahrbahnübergänge eingebaut, die Brücke abgedichtet, die Randbalken und der Fahrbahnbelag hergestellt sowie die neuen Rückhaltesysteme montiert.
 
Darüber hinaus wurden vor und nach den Brücken großzügige Überleitungen für die künftige Nutzung errichtet. Dazu wurden Vorkehrungen getroffen, dass jeweils vor der Brücke sogenannte Überfahrten vorbereitet wurden, die auch für die Zukunft genutzt werden können. Das bedeutet: Wenn Sanierungen auf der Brücke erfolgen müssen, kann rasch und simpel der Verkehr in die entsprechende Baustellen-Verkehrsführung übergeleitet werden. Das heißt: Selbst bei künftigen Sanierungen bleiben pro Fahrtrichtung zwei Spuren für den Verkehr offen. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für Unfälle in diesem Bereich, die für längere Sperren einer Fahrtrichtung sorgen würden. Dann gewährleisten diese Überfahrten, dass der Verkehr trotz längerer Sperren weiter fließen kann.
 
Für die kommenden Monate stehen noch weitere Fertigstellungsmaßnahmen (Maßnahmen und Renaturierungen) im Bereich des Inns auf dem Programm, die jedoch unter bzw. neben der Brücke erfolgen. Dies führt jedoch zu keinen Verkehrsbehinderungen auf der Inntalautobahn.
Ihr Browser ist veraltet. Bitte laden Sie eine neuere Version herunter!