Projekte + Planung

Westlicher Bypass der A 7 Voestbrücke geht unter Verkehr

05.06.2020
In den Morgenstunden des 8. Juni öffnet die Asfinag die westliche Bypassbrücke der Voestbrücke an der Linzer A 7 Mühlkreisautobahn in Form einer provisorischen Baustellenverkehrsführung für den Autoverkehr. Im Zuge dieser Teilverkehrsfreigabe können auch zum ersten Mal die auf den neuen Bypass verlegten Geh- und Radwegverbindungen über die Donau benutzt werden.
Konkret werden ab Montagmorgen 5 Uhr Lenkerinnen und Lenker, die aus Richtung Norden/Freistadt kommen und bei der Anschlussstelle Hafenstraße abfahren, in Urfahr in luftiger Höhe über eine neue Rampe auf die Bypassbrücke geleitet und verlassen die Autobahn südlich der Donau ebenfalls über eine neue Abfahrtsspur. Damit werden Verkehrsteilnehmer, die bei der Donau in Linz abfahren möchten, zum ersten Mal vom Durchzugsverkehr getrennt. Ebenso steht ab Montag der neue flussaufwärts gelegene Geh- und Radweg über die Donau zur Verfügung.
 
„Linz steht aktuell und in den kommenden Jahren im Fokus unserer Infrastruktur-Investitionen. Die Erweiterung der Voestbrücke, die täglich von 100.000 Lenkerinnen und Lenkern benutzt wird, ist dabei eines der wichtigsten Autobahn-Projekte in ganz Österreich. Unsere Ziele für die Menschen in der Landeshauptstadt und die Tausenden Pendelnden sind weniger Stau und mehr Verkehrssicherheit, insbesondere bei der Fahrt über die Donau. Die Teilverkehrsfreigabe der ersten Bypassbrücke, sowohl für Autofahrerinnen und Autofahrer wie Radfahrende und Fußgänger, ist ein ganz wesentlicher Meilenstein im Projekt, das im September seinen Abschluss finden wird“, sagt Hartwig Hufnagl, Vorstandsdirektor der Asfinag.



„Mit einer Investitionssumme von 200 Millionen Euro ist die Erweiterung der Voestbrücke aus technischer Sicht eines unserer komplexesten Bauvorhaben bundesweit. Insgesamt werden im Zuge des Projekts 18 Brücken – Auf- und Abfahrten – adaptiert und neu errichtet. Die Asfinag realisiert in Linz dafür den siegreichen Entwurf aus einem internationalen Architekturwettbewerb, der den Eindruck einer „Brückenfamilie an einem Ort“ vermittelt“, so Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH.
 
Die 1976 eröffnete Voestbrücke trägt an den Außenseiten in jede Richtung einen Rad- und Gehweg. Mit dem Bau der Bypassbrücken konnten diese nicht an der bisherigen Stelle verbleiben. Durch eine Neuorganisation der Geh- und Radwegführungen wird deren Benutzerinnen und Benutzern jetzt deutlich mehr Komfort geboten. Die neuen Geh- und Radwege verlaufen außen auf den neuen Bypassbrücken. Sie wurden in Summe auf jeweils drei Meter verbreitert bzw. wird der Radweg durch einen transparenten Spritz- und „Überkletterschutz“ sicher von der Fahrbahn abgegrenzt.



Die Erweiterung der stark befahrenen Linzer Voestbrücke auf insgesamt acht Fahrspuren über die Donau bringt künftig mehr Kapazitäten und weniger Stau. Ein wesentliches Ziel des Anfang 2018 gestarteten Projekts ist die Trennung des Durchzugsverkehrs vom auf- und abfahrenden Verkehr. Dessen Durchmischung ist derzeit eine der Hauptursache für Staus in diesem Bereich. Der Durchzugsverkehr rollt künftig unbeeinträchtigt auf der Hauptbrücke. Wer bei der Donau künftig auf die A 7 auf- oder abfährt (Anschlussstellen Urfahr und Linz-Hafenstraße), nutzt dafür eine der beiden Bypassbrücken.
 
Die vollständige Verkehrsfreigabe beider Bypassbrücken erfolgt – bedingt durch Verzögerungen durch die Corona-Krise – Mitte September 2020. Die daran anschließende Sanierung der bestehenden Voestbrücke ist für die Jahre 2022/2023 geplant.

www.asfinag.at
Ihr Browser ist veraltet. Bitte laden Sie eine neuere Version herunter!