Projekte + Planung

Gesamtverkehrsfreigabe A 7 Bypassbrücken

29.08.2020
Am 28. August erfolgte der finale Akt bei der Errichtung der neuen Zusatzbrücken für die Voestbrücke an der A 7 Mühlkreisautobahn. Auch die zweite Bypassbrücke Ost und sämtliche neuen Auf- und Abfahrten wurden für den Verkehr freigegeben. Damit steht jetzt auch der neue flussabwärts gelegene Geh- und Radweg über die Donau zur Verfügung.
Anfang 2018 starteten die Bauarbeiten für eines der wichtigsten Autobahnprojekte in ganz Österreich. Rund 200 Millionen Euro investierte die Asfinag seitdem in die für mehr Kapazität und weniger Stau auf acht Spuren ausgebaute Voestbrücke.
 

Beim Freigabetermin von links: Asfinag Geschäftsführer Alexander Walcher, Asfinag Vorstand Hartwig Hufnagl, Bürgermeister Klaus Luger, Landesrat Günther Steinkellner, Sabine Kühschelm (BMK), Landeshauptmann Thomas Stelzer und Vizebürgermeister Markus Hein.
 
Seit Anfang Juni dieses Jahres rollt der Verkehr provisorisch bereits über die stromaufwärts gelegene Bypassbrücke West. Ab heute sind alle donauquerenden Verkehrsströme „entflechtet“: Die Hauptbrücke in der Mitte steht dem Durchzugsverkehr in Richtung Mühlviertel bzw. A 1 Westautobahn zur Verfügung. Und alle Lenkerinnen und Lenker, die im Bereich der Donau auf- oder abfahren, benutzen ab sofort eine der beiden neuen Bypassbrücken. Eine bislang große Ursache für Stau, das Einordnen und Spurwechseln auf der Hauptbrücke, fällt damit weg.
 
Die zwei Zusatzbrücken mit einer Investitionssumme von rund 200 Millionen Euro waren eines der größten Bauvorhaben der Asfinag. Jeder Strompfeiler steht auf 25 Pfählen, die 14 Meter in den Boden unter der Donau reichen. Insgesamt 720 Pfähle aus Beton und Eisen, mit teilweise mehr als 30 Metern Länge, wurden in den Boden eingebracht. 7.800 Tonnen Stahl verbaute die Asfinag übrigens für die neuen Brücken. Im Vergleich dazu: Der Eiffelturm in Paris besteht aus 7.300 Tonnen Stahl.



Komplexer Umbau der Anschlussstellen Hafenstraße und Urfahr: Bis Ende August 2020 wurden 18 Brücken (Rampen für Auf- und Abfahrten) adaptiert oder neu errichtet. Ab sofort führen acht Fahrspuren über die Donau:
 
-           Hauptbrücke: In jede Richtung zwei Fahrspuren und ein vollwertiger Pannenstreifen für mehr Verkehrssicherheit (der ehemalige Beschleunigungs- und Verzögerungstreifen).
-           Bypassbrücken: Je zwei Fahrspuren sowie auf jeder Brücke außen ein Geh- und Radweg.
 
Ausblick Sanierung Hauptbrücke
Längere Sperren von ganzen Richtungsfahrbahnen oder auch einzelner Fahrspuren für Sanierungen sind auf der Voestbrücke an Werktagen undenkbar. Somit ist die Fertigstellung der Bypässe, also zusätzlicher Spuren über die Donau, unbedingte Voraussetzung für die nachlaufende, dringend erforderliche Erneuerung des Belags der alten Brücke. Nach etwa zwei Jahren „Baustellenpause“ folgt diese in den Jahren 2022 und 2023. Während der Sanierung werden – dank der neuen Bypassbrücken – immer acht Fahrspuren über die Donau zur Verfügung stehen.

www.asfinag.at
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