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Strabag: Auszeichnung für „Schwimmende Gärten“

25.06.2021
Österreichs größter Baukonzern Strabag hat mit dem Projekt „Schwimmende Gärten“ den ersten Sonderpreis im Rahmen des Wiener Stadterneuerungspreises gewonnen. „Das herausragende Projekt habe auf innovative Weise neue Erholungsflächen in Wien geschaffen“, so die Begründung der Jury.
Die Stadt Wien hatte die Strabag AG als Generalunternehmerin mit der Umsetzung beauftragt. Bauherr war die WGM, die Wiener Gewässer Management GmbH. Die Schleuseninseln wurden mit Sitzlandschaften aus Holz, neuen Bodenbelägen sowie Pflanzeninseln ausgestattet – Vorbild waren die „Schwimmenden Gärten“ an der Pariser Seine. Die historischen Kaiserbadschleusen tragen durch die Begrünung nun im Sommer aktiv zu einem angenehmeren Stadtklima bei.
 
Neben den positiven klimatischen Aspekten sind die schwimmenden Gärten eine interessante Neunutzung eines historischen Wiener Bauprojekts: Um 1900 sollte der Wiener Donaukanal schiffbar gemacht werden. Zwischen 1904 und 1908 entstand mit der sogenannten „Kaiserbadschleuse“ eine massive Wehranlage. Die Anlage wurde auf bis zu 4,2 m breiten Betonfundamenten errichtet und war bis 1945 in Betrieb, ehe sie durch Bombardements im Zweiten Weltkrieg zerstört und später abgetragen wurde. Auf den verbliebenen Inseln der Schleuse, die unter Denkmalschutz stehen, wurde nun die „grüne“ Neunutzung umgesetzt.



Doch die malerische Kulisse brachte auch große Herausforderungen mit sich – nicht nur wegen des strikten Denkmalschutzes. Strabag-Bauleiter Florian Fuchs erklärt: „Aufgrund der sehr zentralen Lage unserer Baustelle, die unterhalb des Straßenniveaus und am Wasser stattfand, mussten wir täglich Lösungen für außergewöhnliche Umstände finden.“ Eine davon betraf die Anlieferung des Materials: „Lange Zeit war geplant die immensen Betonfertigteile, mit denen der Donaukanal und die Schleusen verbunden werden sollten, nachts über die Straße anzuliefern. Aus verschiedenen Gründen war das allerdings nicht möglich, weshalb wir kreativ werden mussten.“
 
Wo normalerweise Ausflugsschiffe zwischen Wien und Bratislava verkehren und die Wienerinnen und Wiener ihren Feierabend genießen, bot sich Beobachtenden im August 2020 ein ungewöhnliches Bild: Am Donaukanal lief ein 140 m langes Frachtschiff, welches man sonst eher von Hansestädten im Norden Europas kennt, beladen mit massiven Betonfertigteilen ein. Nach der Fertigstellung des Projekts im vergangenen Herbst wird das Angebot der Schwimmenden Gärten von den Wienerinnen und Wienern bereits intensiv genutzt.
 
Hier geht’s zum Video
 
www.strabag.com
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