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Preisregen für innovativen Brandsimulator

30.07.2019
Kein Feuer, aber trotzdem „Flammen“, mehr als 100 verschiedene Brandszenarien und ein Fahrzeug, das den Feuerwehren mitteilt, ob es wohl auch richtig gelöscht wurde: Mit ihrem Brandsimulator, der bei zwei Tunnelübungen der Asfinag die sprichwörtliche Feuertaufe erfolgreich absolviert hat, konnten vier Schüler der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt nun schon fünf erste Preise bei österreichweiten Innovationswettbewerben abräumen.
Anlass für das Kooperationsprojekt mit der Asfinag war der Umstand, dass die Einsatzkräfte bei Tunnelübungen einen Fahrzeugbrand so realitätsnah wie nur möglich bekämpfen sollten. „Bei diesen Übungen darf ja kein offenes Feuer verwendet werden“, sagt Asfinag-Tunnelsicherheitsexperte Thomas Nessel, „die Feuerwehren können also immer nur grob schätzen, ob ihr Einsatz auch tatsächlich erfolgreich war.“ Nessel entwickelte daher das Konzept für den Brandsimulator und wandte sich dann für die Umsetzung an die engagierte Klagenfurter HTL Mössingerstraße.
Die Schüler Patrick Krumpl, Christoph Ertl, David Petritsch und Nico Trinker entwickelten daraufhin in Zusammenarbeit mit der Asfinag die Software und realisierten den Übungs-Helfer schließlich als Maturaprojekt.
 

Von links: Initiator und Asfinag-Tunnelsicherheits-Experte Thomas Nessel, die Schüler Nico Trinker und David Petritsch, Gerhard Kukutschki (Lehrer), Patrick Krumpl, Christoph Ertl und Andreas Krassnitzer (Lehrer).
 
In seiner Form ähnelt der „Smart Fire Simulator“ einem Pkw mit Front-, Heck- und Seitenfenstern, und trotz des unscheinbaren Designs kann er so einiges: Der Simulator ist rasch und problemlos einsetzbar, spart damit wertvolle Zeit beim Übungsaufbau und verkürzt damit auch die Sperren bei den verpflichtenden Tunnelübungen. Gesteuert wird der mit speziellen LED-Lampen ausgestattete Brandsimulator über eine App, Löschverlauf und erforderliche Wassermengen werden von Sensoren erfasst und noch während des Einsatzes ausgewertet.
 
Die innovative Idee fand konsequenterweise auch bei den Juroren fast aller österreichischen Innovationswettbewerbe Gefallen. Fünf erste Plätze und ein zweiter Rang konnten die Schüler der HTL Mössingerstraße bereits abräumen. So gab es heuer bereits Platz 1 bei „Jugend innovativ“, dem größten österreichischen Wettbewerb mit mehr als 400 eingereichten Projekten. Weiters erzielten die Jugendlichen den 1. Preis bei „Technik fürs Leben“, der als HTL-Oscar gilt, bei „Innovation@school“ und bei „AUTstanding“ (begehrter Preis der Automatisierungstechnik) sowie nochmal bei „Technik fürs Leben“ in der Sonderkategorie Connected Solutions.
Ein Preisregen, der natürlich nicht nur Schüler und Lehrer sowie die gesamte Schule mit Stolz erfüllen kann, sondern auch Initiator Thomas Nessel: „Das Gerät ist einzigartig und für die Feuerwehren die ideale Möglichkeit, realitätsnah zu üben und für den Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein.“

www.asfinag.at
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