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AUVA: Sonnenschutz-Initiative für Bauarbeiter

20.07.2016
Sonnenbrand und Hautkrebs keine Chance geben: Auf der Southgate Baustelle in Wien Altmannsdorf wurden Mitarbeiter der Firma Swietelsky im Rahmen der AUVA Aktion „Sonne ohne Schattenseiten“ geschult. (Foto: Christoph Liebentritt)
Der Hochsommer meldet sich derzeit mit Temperaturen um die 30° Grad zurück. Mit der Aktion „Sonne ohne Schattenseiten“ machen die AUVA, die Gewerkschaft Bau-Holz und die WKO verstärkt auf die Gefahr durch UV-Strahlen aufmerksam und sensibilisieren für die notwendige Prävention. Vertreter aller drei Organisationen verteilen derzeit UV-Schutzbrillen und Sonnencreme auf Baustellen.
Arbeiter die ihr Handwerk im Freien verrichten, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Die Baubranche zählt neben der Land- und Forstwirtschaft zu den besonders sonnenexponierten Branchen. „Die AUVA als gesetzliche Unfallversicherung verfolgt das Ziel, das Arbeitsleben sicher und gesund zu gestalten. Mit der AUVA-Aktion ‚Sonne ohne Schattenseiten‘ klären wir über berufsbedingte Hauterkrankungen auf und zeigen praxistaugliche Präventionsmaßnahmen“, erklärt Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien.
Dabei sind für den Arbeitnehmerschutz geltende TOP-Prinzip Schutzmaßnahmen zur Reduzierung der UV-Belastung in folgender Reihenfolge festgelegt: Technische Maßnahmen (z.B. Beschattung, Sonnensegel) vor organisatorischen Maßnahmen (z.B. Pausen in der Mittagszeit, Arbeitszeit-Rotation) vor personenbezogenen Maßnahmen (z.B. Eincremen, Funktionskleidung mit UV-Schutz). „Leider sind technische und organisatorische Maßnahmen beim UV-Schutz nicht immer möglich, deshalb spielt die Persönliche Schutzausrüstung hier eine wichtige Rolle“, erklärt Dr. Günther Berger, Arbeitsmediziner in der AUVA-Landesstelle Wien.

Kleidung vor Creme
Grundsätzlich gilt: Schutz durch Kleidung ist besser als Schutz durch Creme. Kappen oder Arbeitshelme schützen den Kopf, zusätzlicher Nackenschutz empfiehlt sich. Zum Schutz der Augen sollte unbedingt eine Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Filter getragen werden. Qualitätsmerkmale sind das CE-Kennzeichen sowie die Schutzstufen nach EN 172 bzw. die Kategorien nach EN 12312. Ohren, Nasenrücken, Stirn, Nacken, Handrücken und Unterarme sind wahre „Sonnenterrassen“ und können nicht durch Kleidung geschützt werden. Diese Körperregionen sollten unbedingt mit einem Sonnenschutzmittel, das einen entsprechend hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50) hat, eingecremt werden.
www.auva.at
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