Menschen + Szene

Grundsteinlegung für neue A 7 Bypassbrücken

11.06.2018
Seit Anfang des Jahres laufen an beiden Donauufern die Vorarbeiten für die neuen Zusatzbrücken der Linzer Voestbrücke auf Hochtouren. Bald werden die beiden „Bypässe“ für die A 7 Donauquerung auch Stück für Stück sichtbarer: Mit einer Grundsteinlegung durch die Spitzen aus Bund, Asfinag, Land Oberösterreich und Stadt Linz erfolgte am 11. Juni 2018 der Auftakt für den Bau der Brückenpfeiler im Fluss.
Das Versenken eines Steins von Bord des Schiffs „MS Linzerin“ ist quasi der traditionelle „Spatenstich“ für die Brücke, ein feierlicher Akt um einen (symbolischen) Grundstein, auf dem das neue Bauwerk errichtet wird.
Ab Frühjahr 2020 stehen täglich 100.000 Lenkerinnen und Lenker zusätzlich vier Fahrspuren zur Verfügung – jeweils zwei links und rechts der Hauptbrücke. Letztere bleibt mit Fertigstellung der Bypässe dem Durchzugsverkehr in Richtung Mühlviertel bzw. A 1 West Autobahn vorbehalten. Lenkerinnen und Lenker, die im Bereich der Donau auf- oder abfahren, tun das künftig über die beiden neuen Zusatzbrücken. Die aktuell größte Stauursache, das mühsame Einordnen und Spurwechseln, fällt dann auf der Hauptbrücke weg.
Die A 7 soll durch drei Brücken mit insgesamt acht Fahrspuren – und durchgehenden Pannenstreifen – aus den Staunachrichten verschwinden und gleichzeitig einen neuen Akzent im Erscheinungsbild von Linz bringen. Realisiert wird der siegreiche Entwurf aus einem internationalen Architekturwettbewerb, der den Eindruck einer „Brückenfamilie an einem Ort“ vermittelt.
 
 
 
Die Zusatzbrücken sind mit einer Investitionssumme von rund 170 Mio. Euro das derzeit größte laufende Bauvorhaben der Asfinag. Jeder Strompfeiler steht auf 25 Pfählen, die 14 m in den Boden unter der Donau reichen. Insgesamt 720 Pfähle aus Beton und Eisen, mit teilweise mehr als 30 m Länge, werden in den Boden eingebracht um dort das enorme Gewicht der Bauteile abzutragen. 7.800 t Stahl verbaut die Asfinag für die neuen Brücken. Im Vergleich dazu: Der Eiffelturm in Paris besteht aus 7.300 t Stahl.
Die Erweiterung der Voestbrücke, der anschließende Ausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn für mehr Verkehrssicherheit und der Neubau der A 26 Linzer Autobahn als Westumfahrung: Längerfristig ist für die oberösterreichische Landeshauptstadt eine Investitionssumme von einer Milliarde Euro budgetiert.
 
www.asfinag.at
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