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In der Bucht von Kotor: die Lizenz zum Bohren

29.06.2020
Sie ist als südlichster Fjord Europas bekannt: die Bucht von Kotor in Montenegro. Dort wird in Kumbor, dem ehemaligen Stützpunkt für Marineflieger und Kampftaucher, das Luxusresort Portonovi realisiert. Für den Spezialtiefbau setzt Briv Construction d.o.o. das Liebherr-Bohrgerät LB 24 ein. Da die Region mit dem Resort auf den gehobenen Tourismus setzt, könnte sogar ein bekannter Geheimagent den Weg dorthin finden.
„Willkommen im Hotel Splendide. Ihr Name, Sir?“ Nur Momente vorher hat sich der Gast seinen Mantel glattgestrichen und in weiblicher Begleitung die Lobby betreten. „James Bond.“ Hollywood-Star Daniel Craig checkt in „Casino Royal“ in einem Hotel in Montenegro ein. Führt den Geheimagenten eine seiner nächsten Missionen erneut an die Adriaküste, kann er in einem neuen luxuriösen Anwesen nächtigen. Ab Oktober öffnen sich in der Bucht von Kotor nämlich die Türen zum exklusiven Resort Portonovi.
 
Das frühere Kasernengelände der Jugoslawischen Volksarmee in Kumbor weicht dem Hotel der südafrikanischen Luxuskette „One&Only“ und malerischen Buchten. An der rund 1,4 km langen Küste entstehen außerdem Villen, Appartements und Docks sowie Vergnügungs- und Einkaufsmöglichkeiten.
 
Eines der Unternehmen, die am Prestigeprojekt für diese Tourismusregion arbeiten, ist Briv Construction d.o.o. Den Strandabschnitt zu stabilisieren, ist die größte Herausforderung für die Spezialtiefbauer. Briv setzt auf das Liebherr-Gerät LB 24 und bohrt von einer Barge aus die notwendigen Pfähle in die Bucht.
 

Vor dem Luxusresort entstehen Docks und Wellenbrecher.
 
Bereits 2014 hat Briv den ersten Pfahl für dieses Projekt gebohrt. Seit damals hat das Unternehmen insgesamt 70 km Pfähle erstellt und dafür über 22.000 m3 Beton sowie 3.400 Tonnen Armierung verbaut. Die Pfähle sind bis 32 m tief, haben einen Durchmesser bis 800 mm und werden vollverrohrt ausgeführt. Das Unternehmen verwendete dafür Felsbohrschnecken sowie -eimer. Briv hat kalkuliert, pro Tag einen Pfahl zu erstellen, schaffte aber aufgrund der guten Tagesleistung des LB 24 zuletzt sogar drei bis vier inkl. Betoniervorgang. „Das Bohrgerät verbindet Power und Präzision. Die Steuerung ist einfach top,“ beschreibt Geräteführer Hanic Almir das Handling.
 
Auch für das Dock des Luxushotels erstellte Briv Bohrpfähle. Außerdem wurden im Hafenbereich Wellenbrecher als Schutzeinrichtung gebaut. Neben dem LB 24 setzte Briv zwei Bohrgeräte des Typs LB 28, das Ramm- und Bohrgerät LRB 125, den Seilbagger HS 873 HD sowie den Mobilkran LTM 1100 von Liebherr für das Projekt ein.
 
Die Bucht von Kotor verbindet eine Landschaft, die an die Fjorde Norwegens erinnert, mit dem südlichen Flair der Adriaküste. Das Tor zu dieser Traumwelt öffnet sich im Herbst. Dann, wenn das Resort Portonovi die ersten Gäste begrüßt. Da er es liebt, sich in exklusiven Kreisen zu bewegen, reserviert dort bald vielleicht auch ein besonderer Gast. Wenn James Bond nicht in geheimer Mission nach Montenegro zurückkehrt, dann bestimmt, um an einem der schönsten Plätze seinen Drink zu genießen. Dort, wo Briv die „Lizenz zum Bohren“ hat: in der Bucht von Kotor.
 
www.liebherr.com
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