Maschinen + Technik

Müllsammeln am Zeller See

23.09.2020
Die Stadtgemeinde Zell am See setzt beim Müllsammeln auf insgesamt zwei Fahrzeuge: Ein großer Mercedes-Benz Actros schultert die Hauptlast, der kompakte Fuso Canter 9C18 mit einer Müllpresse der Firma Stummer übernimmt die Mülleimer an abgelegenen Wegen, in schmalen Gassen und die Sammelstellen am Seeufer, an den Berghängen und im Stadtzentrum.
„Auch wenn es manchmal Zentimeter-Arbeit ist, aber es gibt keine Engstelle an der wir nicht durchkommen würden“, erklärt Franz Lang, Gemeindemitarbeiter. Während der Urlaubssaison, wenn die Hotels gut gebucht sind und viele Tagesgäste nach Zell am See kommen, werden die zentral gelegenen Mistkübel sogar zwei Mal täglich angefahren – auch am Wochenende. Pro Tour kommen dabei leicht einige hundert Kilogramm Müll zusammen, die im Heck des Fuso Canter verbaute Presse sorgt dafür, dass die Sammelstelle bei jeder Runde trotzdem nur ein Mal oder maximal zwei Mal angefahren werden muss.



„Das war für uns bei der Beschaffung ein ganz wichtiges Kriterium“, sagt Wirtschaftshof-Koordinator Thomas Wörgötter. „Früher sind wir die Abfalleimer und Sammelstellen, die jetzt der Canter bedient, mit einem kleinen Kipperfahrzeug angefahren, allerdings mussten wir bei jeder Runde bis zu zehn Mal zur Sammelstelle fahren. Das war nicht nur unwirtschaftlich, sondern für die Mitarbeiter auch sehr nervig. Es ging wertvolle Zeit für die An- und Abfahrt verloren.“ 2011 hat sich die Stadtgemeinde daher für die Beschaffung eines Fuso Canter mit Müllpresse entschieden. „Der Aufbau war zwar teurer, aber der Betrieb ist günstiger und das hat sich so gut bewährt, dass wir bei der Nachbeschaffung im Jahr 2017 mehr oder weniger das gleiche Fahrzeug – mit mehr Auflastung, verbesserten Bremsen und Automatikgetriebe – noch einmal gekauft haben“, sagt der Wirtschaftshof-Koordinator.
 
Ob als Ersatz für den alten Canter auch ein anderes Modell in Frage gekommen ist? „Nicht wirklich“, sagt Thomas Wörgötter. „Natürlich schaut man sich immer am Markt um, aber es gibt in der Preisklasse und Fahrzeuggröße nicht viele Anbieter, die einen hochwertigen Aufbau anbieten können und bei denen außerdem das Gesamtpaket so gut passt. Der Canter verbindet aus unserer Sicht große Wendigkeit mit niedrigem Kraftstoffverbrauch, vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten und einer hohen Nutzlast, die es bei anderen Anbietern nur in deutlich höheren Gewichtsklassen gibt und dann sind die Fahrzeuge wieder zu groß für unsere Bedürfnisse.“



Auch Franz Lang findet für sein 8,5-Tonnen schweres und 175 PS starkes Arbeitstier nur lobende Worte: „Für unsere Einsatzzwecke ist das Fahrzeug ideal. Wir kommen damit überall gut durch, mit der Rückfahrkamera habe ich auch den Bereich hinter dem Fahrzeug immer gut im Blick und ich kann je nach Einsatzgebiet wahlweise manuell schalten oder mit der Automatik fahren.“ Das sei vor allem im Winter wichtig, wenn auf der Esplanade viel Schnee liegt. „Wir fahren so knapp am See entlang, dass da nichts ins Rutschen kommen darf. Um auf Nummer sicher zu gehen, legen wir manchmal sogar Schneeketten an.“
 
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