Baustoffe + Bautechnik

Herstellung von Betonen aus Feinsanden

10.12.2018
Die MultiCON GmbH mit Sitz in München wurde 2016 gegründet. Das Unternehmen bietet innovative Gesamtlösungen in der Betonindustrie und präsentierte nun mit einem innovativen Herstellungsverfahren die umweltschonende Lösung für ein weltweites Betonproblem.
„Sand ist knapp, obwohl es Feinsand, wie Wüstensand, in rauen Mengen gibt. Bislang wurde aber noch keine Technologie entwickelt, mit der man sich die Ressource Feinsand zunutze machen kann“, beschreibt Dr. Helmut Rosenlöcher, Technischer Direktor bei MultiCON, das Paradoxon. Aufgrund ihrer Feinheit, ihres Kornspektrums und der glatten Oberflächen waren Fein- und Wüstensande bisher für die Herstellung von Betonen ungeeignet. Im Jahr 2017 gelang dem aus Weißenfels stammenden Chemiker der entscheidende Schritt, um hochwertige Betone aus Wüstensanden herzustellen. Rosenlöcher hatte die Idee, den schon sehr feinen Wüstensand noch feiner aufzumahlen. Das pulverisierte Produkt wird anschließend mit mineralischen Bindemitteln zu druckfesten Pellets granuliert. Mit diesen Granulaten werden dann in Anwendung der dualen MultiCON-Hochgeschwindigkeits-Mischtechnologie qualitativ hochwertige Betone hergestellt, die bis zu 25% leichter sind, schneller erhärten und 24 Stunden nach der Herstellung mehr als doppelt so hohe Festigkeiten aufweisen als übliche Standardbetone.
 
Positiver Nebeneffekt: Eine Zement-Reduktion von 40% wird ermöglicht und bringt eine deutliche CO2-Einsparung von bis zu 30% mit sich. „Unser Bestreben ist es, das Produkt Beton in höchstem Maße zu optimieren und bezüglich Ressourcenschonung zukunftsfähig zu machen“, so Dr. Leopold Halser, Geschäftsführer von MultiCON. Weitere Vorteile dieser Technologie liegen auf der Hand: Sie reduziert die Herstellungskosten von Betonen erheblich - bis zu 15%, im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, können eingespart werden.

www.multicongroup.com
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