Baustoffe + Bautechnik

TU Graz: Lösung gegen Schwefelsäureangriff auf Abwasseranlagen

26.02.2018
Biogene Schwefelsäure-Korrosion schädigt Kanal- und Abwassersysteme, versursacht hohe Kosten und ist gesundheitsgefährdend. Forscher von TU Graz und Uni Graz zeigen in Water Research neue Materialien, die den Korrosionsprozess verhindern.

Abwassersysteme sind eine zentrale Infrastruktureinrichtung jeder Kommune. Biogene Umsetzungsprozesse in Kanal- und Klärsystemen verursachen jedoch oftmals Schäden an Bauteilen aus Beton und Metall. Die in diesen Prozessen freigesetzten toxischen Gase stellen ein erhebliches gesundheitliches Gefahrenpotenzial dar.
Eine interdisziplinäre Forschenden-Gruppe von TU Graz und Uni Graz stellt jetzt im Fachjournal Water Research neue Strategien zur Verhinderung von sogenannter Biogener Schwefelsäure-Korrosion (BSK)-Ausbildung vor. Dabei hat sich Geopolymerbeton als besonders geeignet gezeigt, dem Säureangriff Stand zu halten. Jedoch ist bei der Entwicklung des Baustoffes nicht nur dessen Säureresistenz eine höchst erwünschte Eigenschaft, sondern auch die von der Forschungsgruppe vorangetriebene Entwicklung möglichst antibakterieller Materialoberflächen.
„Wir haben bereits vielversprechende Ergebnisse mit Materialien, die eine vielfach höhere Lebensdauer gegenüber herkömmlichen Betonen aufweisen. Der Einsatz dieser neuen Materialien würde eine nachhaltige Sanierung geschädigter Abwassersysteme ermöglichen und deren Lebensdauer deutlich verlängern“, erklärt Florian Mittermayr vom Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie der TU Graz.

www.tugraz.at
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