Baustoffe + Bautechnik

Injektionsmörtel für den nachträglichen Bewehrungsanschluss

18.02.2020
Nachträgliche Bewehrungsanschlüsse erfordern eine sorgfältige Planung und finden sowohl bei Neubauten als auch beim Bauen im Bestand regelmäßig Anwendung. Der neue Hilti Injektionsmörtel HIT-HY 200 R V3 in Kombination mit dem technischen Bericht TR 069 ermöglicht ein erweitertes Anwendungsspektrum bei nachträglichen Bewehrungsanschlüssen.
Das Anwendungsspektrum für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse ist breit gefächert und reicht von Fundamenterweiterungen über den Anschluss von Wandscheiben bis hin zum nachträglichen Anbringen eines Balkons bei der Renovierung. Bisher limitierte der Eurocode 2 den Anwendungsbereich von nachträglichen Bewehrungsanschlüssen, da diese Anschlüsse nur als Übergreifungsstoß bemessen und ausgeführt werden dürfen. In der Praxis bedeutet dies, dass kostspielige und arbeitsintensive Übergreifungsverbindungen mit Eisen am richtigen Ort hergestellt werden müssen.
Nach mehreren Jahren intensiver Forschung hat die EOTA eine neue Bemessungsmethode (TR 069) für den nachträglichen Bewehrungsanschluss von biegesteifen Stahlbetonverbindungen entwickelt. Der neue, seit 2020 geltende technische Bericht TR 069 („Design method for anchorages of post-installed reinforcing bars (rebars) with improved bond-splitting behaviour as compared to EN 1992-1-1”) erlaubt die Bemessung von nachträglichen, biegesteifen Bewehrungsanschlüssen, die nicht als Übergreifungsstoß ausgeführt werden müssen bzw. der ohne eine Verbindung zu bestehenden Bewehrungsstäben auskommt.



Auf dieser Grundlage hat Hilti den Injektionsmörtel Hilti HIT-HY 200-R V3 entwickelt. Damit ist nun die Bemessung und Ausführung von momententragfähigen Beton- Betonverbindungen ohne Übergreifung möglich, die bisher nur mittels Übergreifungsstoß ausgeführt werden konnten. Somit ermöglicht er die Konstruktion von Verbindungen, die sonst nur durch Bohren „um die Ecke“ möglich wären. Zudem kann die volle Leistung (Verbundspannung) des Injektionsmörtels Hilti HIT-HY 200-R V3 genutzt werden womit auch die Optimierung der Konstruktionslösung möglich ist.
Die Kombination des neuen Hilti Injektionsmörtels HIT-HY 200-R V3 mit dem neuen technischen Bericht TR 069 bietet ein erweitertes Anwendungsspektrum auf der Baustelle, da man anstelle des Einlegens der L- oder U-förmigen Bewehrung die geraden Bewehrungsstäbe nachträglich installieren kann. Das bietet mehr Flexibilität bei der Planung, Detaillierung und Platzierung von Bewehrungsstäben sowie einen unterbrechungsfreien Bauablauf ohne die Notwendigkeit eines Teilabbruchs. Zudem können Gesundheits- und Sicherheitsrisiken minimiert werden, da keine eingegossenen Bewehrungseisen aus dem Beton herausragen.


 
Eine schnelle und einfache Berechnung von Bewehrungsanschlüssen ermöglicht die kostenlose Hilti Software Profis Rebar die alle Hilti Produkte umfasst, die für die Umsetzung nachträglicher Bewehrungsanschlüsse genutzt werden können. Mit der Software können nachträgliche Bewehrungsanschlüsse sowohl nach Eurocode 2 als auch nach TR 069 oder der Hilti Bemessungsmethode berechnet werden.
 
Mit der Hilti Volumenrechner-App kann die genaue Menge des benötigten Injektionsmörtels vorab berechnet werden. Die App berechnet auf Basis der einzubauenden Bewehrungsstäbe die Anzahl der benötigten Mörtel-Kartuschen und unterstützt so bei der Vorplanung der Baustelle.
 
Eine exakte Dosierung des Injektionsmörtels ist mit dem Hilti Akku-Auspressgerät HDE 500-A22 möglich. Zudem kann der Injektionsmörtel mit dem Hilti Stauzapfensystem blasenfrei und sicher injiziert werden. Das innovative Akku-Auspressgerät verfügt über eine Einstellmöglichkeit zur Mörteldosierung sowie eine automatische Druckentlastung, die einen sparsamen Mörtelverbrauch gewährleistet.

www.hilti.at
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